Babypflege

Neugeborenen-Pflege: Ratgeber

Wichtige Tipps zur Neugeborenen-Pflege in den ersten Wochen: Ernährung, Schlaf, Hygiene, Nabelschnurstumpfpflege und wann Sie Ihren Arzt anrufen sollten.

Geprüft von: Whispie-Redaktionsteam Evidenzbasierte Elternforschung

Veröffentlicht:

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.

Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGKJ und kindergesundheit-info.de.

So recherchieren und prüfen wir →

Ihr Neugeborenes füttern

Schlaf und sicherer Schlaf

Pflege des Nabelschnurstumpfes

Baden und Hygiene

Bindung und Anregung

Wann Sie die Kinderarztpraxis anrufen sollten

Sicherheitscheckliste für Neugeborene

Sicherheitsmaßnahmen in den ersten Wochen senken das Risiko für plötzlichen Kindstod, Infektionen und Unfälle deutlich:

Was bei Neugeborenen normal ist – und was nicht

Neugeborene verändern sich in den ersten Wochen rasant. Zu wissen, was normal ist, hilft Ihnen, typische Entwicklung von Anzeichen zu unterscheiden, die ärztliche Aufmerksamkeit verdienen:

Normale Muster bei Neugeborenen

Anzeichen, die ärztliche Aufmerksamkeit erfordern

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, ob mein Neugeborenes genug Milch bekommt?

Die zuverlässigsten Zeichen sind nasse Windeln und Gewichtsentwicklung: ab Tag 4–5 mindestens 6 nasse Windeln pro Tag, und beim Wiegen durch die Hebamme oder in der Kinderarztpraxis eine stetige Kurve statt eines einzelnen Werts.

Wie viel Gewicht darf ein Neugeborenes verlieren, bevor es besorgniserregend wird?

In den ersten 3–5 Tagen verlieren die meisten Babys typischerweise 5–7 Prozent ihres Geburtsgewichts; ein Verlust bis zu 7–10 Prozent gilt noch als obere Grenze des Normalen. Wird diese Grenze überschritten oder erholt sich das Baby nicht bis Tag 10–14, gehört das in die Kinderarztpraxis.

Wie warm sollte das Babyzimmer sein?

Halten Sie den Raum zwischen 16 und 20°C. Überhitzung ist ein bekannter Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod, deshalb ist ein kühleres statt ein zu warmes Zimmer die sicherere Wahl.

Wie lange sollte mein Baby im Elternzimmer schlafen?

Mindestens 6 Monate, idealerweise laut AAP 12 Monate, auf einer eigenen festen Schlaffläche. Zimmer-Teilen ohne Bett-Teilen senkt das Risiko des plötzlichen Kindstods um bis zu 50 Prozent.

Wie oft muss ich mein Neugeborenes baden?

2–3 Schwammbäder pro Woche reichen völlig aus – häufigeres Baden kann die empfindliche Haut austrocknen. Bis der Nabelschnurstumpf abgefallen ist, wird nur mit einem feuchten Waschlappen gewaschen.

Wann ist eine Gelbsucht beim Neugeborenen bedenklich?

Leichte Gelbfärbung ab Tag 2–3 ist meist harmlos und physiologisch. Verschlimmert sie sich jedoch bis Tag 5, breitet sich auf Handflächen und Fußsohlen aus oder bessert sich nicht, sollte umgehend der Bilirubinwert kontrolliert werden.

Welche Vorsorgeuntersuchungen stehen in den ersten Wochen an?

In den ersten Tagen kommt meist die Hebamme zu Wochenbett-Hausbesuchen und trägt Gewicht und Entwicklung ins Gelbe Heft ein. Danach folgen die U-Untersuchungen in der Kinderarztpraxis, U2 in der ersten Lebenswoche und U3 in der vierten bis fünften Woche.

Woran erkenne ich eine Infektion am Nabelschnurstumpf?

Der Stumpf fällt normalerweise innerhalb von 1–3 Wochen von selbst ab. Zunehmende Rötung, Schwellung, Eiter oder ein unangenehmer Geruch sind keine normalen Begleiterscheinungen und gehören sofort in die Kinderarztpraxis, da eine Nabelentzündung behandelt werden muss.

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