Schlaf
Nachtschrecken vs. Albträume: Den Unterschied erkennen und was zu tun ist
Nachtschrecken und Albträume sehen alarmierend aus, sind aber völlig verschiedene Phänomene, die unterschiedliche Reaktionen erfordern. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Unterschiede.
Veröffentlicht:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Entspricht den Empfehlungen von AAP, WHO und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).
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Nachtschrecken vs. Albträume: Die wichtigsten Unterschiede
Nachtschrecken
- Kind erscheint wach, ist es aber nicht wirklich
- Intensives Weinen, Schreien, Zappeln
- Tritt im Tiefschlaf auf (1–2 Stunden nach dem Einschlafen)
- Kind erinnert sich nicht an das Ereignis
- Beruhigung hilft nicht, da Kind nicht wirklich bewusst ist
Albträume
- Kind wacht vollständig aus einem Traum auf
- Kann den Trauminhalt lebhaft beschreiben
- Tritt im REM-Schlaf auf (zweite Nachthälfte)
- Reagiert auf Beruhigung
Häufig gestellte Fragen
Sind Nachtschrecken gefährlich?
Nachtschrecken sind an sich nicht gefährlich. Das Kind befindet sich in einem partiellen Aufwachen aus dem Tiefschlaf und ist sich seiner Umgebung nicht bewusst. Das Hauptrisiko beim Nachtschreck sind körperliche Verletzungen durch Zappeln — stellen Sie sicher, dass die Schlafumgebung sicher ist. Das Kind erinnert sich am Morgen nicht an das Ereignis und erleidet keinen psychologischen Schaden.
Soll ich mein Kind während eines Nachtschrecks wecken?
Nein — ein Kind während eines Nachtschrecks zu wecken ist schwierig und meist kontraproduktiv. Das Kind befindet sich in einem Tiefschlafzustand, und erzwungenes Aufwecken führt zu Verwirrung und verlängerter Beruhigungszeit. In der Nähe bleiben für Sicherheit, ruhig sprechen (auch wenn das Kind nicht reagiert), und warten bis die Episode vorbei ist (typischerweise 5–15 Minuten).
Was verursacht Nachtschrecken bei Kindern?
Nachtschrecken werden durch partielles Aufwachen aus dem Tiefschlaf verursacht und haben eine starke genetische Komponente. Sie sind häufiger, wenn ein Kind übermüdet ist, Fieber oder Krankheit hat, oder wenn der Schlafrhythmus gestört wurde. Ausreichender Gesamtschlaf und ein konsistenter Schlafrhythmus reduzieren die Häufigkeit.
Mein Kind hat jede Nacht Albträume. Ist das normal?
Gelegentliche Albträume sind ab dem 2.–3. Lebensjahr normal; nächtliche Albträume sind weniger typisch und können auf erhöhte Angst, Exposition gegenüber erschreckendem Inhalt oder bedeutenden Lebensstress hinweisen. Wenn Albträume häufig und anhaltend sind, lohnt es sich, mit einem Kinderarzt zu sprechen.
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