Baby-Entwicklung
Dein 7 Monate altes Baby
Dein 7 Monate altes Baby: freies Sitzen, erste Krabbelversuche, zwei Breimahlzeiten pro Tag, Schlafrhythmus und wichtige Warnsignale für den Kinderarzt.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Entspricht den Empfehlungen von AAP, WHO und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).
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Auf einen Blick: Dein 7 Monate altes Baby
Der siebte Monat ist der Beginn echter Mobilität. Dein Baby sitzt immer sicherer, beginnt zu robben oder zu krabbeln, gewöhnt sich an Beikost und zeigt eine viel lebhaftere Persönlichkeit. Der Schlaf kann ein Hochpunkt oder eine Herausforderung sein – die 8-Monats-Regression und neue motorische Fähigkeiten überlappen sich häufig genau jetzt. Erwarte ein interaktiveres, eigensinnigeres und lauteres Baby – und ein Zuhause, das dringend kindersicher gemacht werden sollte.
- Durchschnittsgewicht: 7,6 kg (Mädchen) / 8,3 kg (Jungen), Bereich 6,0–9,8 kg laut WHO-Wachstumskurven.
- Durchschnittslänge: 67,3 cm (Mädchen) / 69,2 cm (Jungen).
- Gesamtschlaf: 12–15 Stunden in 24 Stunden, davon 2–3 Schläfchen und 10–12 Stunden nachts.
- Mahlzeiten: 4–5 Milchmahlzeiten plus 2 Breimahlzeiten täglich, insgesamt etwa 720–960 ml Milch.
- Wichtige Meilensteine: Freies Sitzen, Schaukeln auf Händen und Knien, Umgreifen von Gegenständen, Lautieren mit Konsonanten, Reagieren auf den eigenen Namen, erste Fremdeln.
Alle Richtwerte stammen aus WHO-, DGKJ- und AAP-Quellen. Entscheidend ist der kontinuierliche Fortschritt deines Babys auf seiner eigenen Wachstumskurve – nicht das Erreichen eines Durchschnittswerts.
Körperliche Entwicklung
Grobmotorik: Das freie Sitzen wird im 7. Monat zuverlässiger. Viele Babys können mehrere Minuten lang ohne Handstütze sitzen, was beide Hände fürs Spielen freigibt. Aus dem Sitz heraus lehnt dein Baby sich nach vorn, greift zur Seite und richtet sich langsam wieder auf – frühe Zeichen für dynamische Rumpfkontrolle. Im Bauchliegen beginnen viele Babys auf Händen und Knien zu schaukeln, sich im Kreis zu drehen oder rückwärts zu schieben. Einige wenige starten diesen Monat mit dem klassischen Krabbeln; die meisten Babys krabbeln erst zwischen dem 8. und 10. Monat.
Feinmotorik: Dein 7 Monate altes Baby benutzt einen raking-Palmargriff, um kleine Gegenstände zu sich heranzuscharren, übergibt Dinge sicher von einer Hand in die andere und schlägt Spielzeuge absichtlich zusammen – ein wichtiger Meilenstein der Mittellinienkontrolle. Der Zangengriff (Daumen und Zeigefinger) entwickelt sich noch und entsteht üblicherweise zwischen dem 8. und 10. Monat. Bis dahin ist echtes Fingerfood am besten in weichen, fingerförmigen Stücken anzubieten, die dein Baby mit der ganzen Handfläche greifen kann.
Bauchzeit (Tummy Time) bleibt wertvoll, obwohl viele Babys jetzt weniger Zeit auf dem Rücken verbringen, weil sie lieber sitzen und sich drehen. Angestrebt werden 30–60 Minuten freies Spielen am Boden täglich, vor allem durch spontane Bewegung statt fester Übungseinheiten.
Kognitive und soziale Entwicklung
Objektpermanenz – das Verständnis, dass Gegenstände weiter existieren, auch wenn sie außer Sicht sind – entwickelt sich diesen Monat stark und wird sich um den 8. Monat festigen. Du wirst merken, dass dein Baby aktiv nach einem Spielzeug sucht, das halb unter einer Decke versteckt ist, vorwegnimmt, wo du beim Kuckuck-Spiel wieder auftauchst, und nach einem fallengelassenen Gegenstand schaut statt so zu tun, als wäre er verschwunden. Dieser kognitive Sprung hat praktische Konsequenzen: Er ist auch der Keim kommender Trennungsangst, denn dein Baby weiß jetzt, dass du existierst, auch wenn es dich nicht sieht.
Fremdeln beginnt bei vielen Babys zwischen dem 6. und 8. Monat. Dein 7 Monate altes Baby klammert sich vielleicht, dreht sich weg oder weint, wenn eine weniger vertraute Person sich nähert. Das ist kein Rückschritt in der Freundlichkeit – es ist ein gesundes Zeichen starker Bindung und der Fähigkeit, vertraute von fremden Gesichtern zu unterscheiden. Lass dem Baby Zeit und Nähe, statt Begegnungen zu erzwingen.
Ursache-Wirkung-Verständnis ist jetzt deutlich erkennbar. Das Aneinanderklappen zweier Spielzeuge erzeugt einen Ton; ein fallengelassener Löffel wird aufgehoben; ein Knopf auf dem Spielbrett löst ein Licht aus. Erwarte viel absichtliches, wiederholtes Experimentieren. Gemeinsame Aufmerksamkeit – das Hin-und-Her-Schauen zwischen dir und einem interessanten Objekt – wird ausgefeilter und ist ein wichtiger Vorläufer von Sprache und sozialem Lernen.
Sprache und Kommunikation
Das Lautieren deines 7 Monate alten Babys klingt zunehmend sprachähnlich. Ketten von Konsonanten ("ba-ba-ba", "da-da-da", "ma-ma-ma") treten regelmäßig auf, kombiniert mit auf- und absteigender Intonation, die erwachsene Sätze nachahmt. Das sind noch keine echten Worte – die ersten Worte kommen bei den meisten Babys zwischen dem 10. und 14. Monat – aber der Rhythmus von Gesprächen wird geübt.
Dein Baby stimmt sein Gehör gerade auf die Lautmuster deiner Muttersprache ab. Forschung aus Sprachentwicklungslabors zeigt, dass Babys zwischen dem 6. und 10. Monat die Wahrnehmung von Lauten ihrer Erstsprache schärfen und gleichzeitig die Empfindlichkeit für Laute anderer Sprachen reduzieren. Je mehr hochwertiges Gespräch, Singen und Vorlesen sie jetzt hören, desto reichhaltiger wird ihre phonologische Grundlage.
Das Wichtigste, was du tun kannst, ist konsequentes Reagieren auf Laute. Wenn dein Baby vocalisiert, mach eine Pause, schau es an und antworte – mit einem Wort, einer Frage, einem Lied. Dieses Wechselspiel ("Serve and Return") baut laut Harvard Center on the Developing Child und AAP die neuronalen Netzwerke für Sprache und Selbstregulation auf. Schon 5–10 Minuten tägliches Vorlesen in diesem Alter sind nachweislich mit einem besseren Wortschatz in späteren Jahren verknüpft.
Schlaf mit 7 Monaten
Der Schlaf ist im 7. Monat oft ein bewegliches Ziel. Manche Babys haben sich auf lange Nachtphasen und vorhersehbare Schläfchen eingependelt; andere geraten früh in die 8-Monats-Regression und wachen mehrmals pro Nacht auf. Beides ist normal.
Typischer Tagesplan mit 7 Monaten:
- Gesamtschlaf: 12–15 Stunden in 24 Stunden.
- Schläfchen: 2–3 pro Tag. Viele Babys halten noch 3 Schläfchen (morgens, mittags, kurzes Nachmittagsschläfchen); manche wechseln diesen Monat auf 2 längere Schläfchen.
- Wachfenster: 2,5–3,5 Stunden, das längste vor dem Schlafengehen.
- Nachtschlaf: 10–12 Stunden mit 0–2 nächtlichen Mahlzeiten, besonders bei gestillten Babys noch üblich.
- Schlafenszeit: Meistens zwischen 18:30 und 20:00 Uhr.
Die 8-Monats-Regression beginnt oft mit 7 Monaten. Auslöser sind Objektpermanenz (dein Baby weiß nun, dass du noch da bist, wenn es aufwacht), neue motorische Fähigkeiten (Drehen, Sitzen, Krabbeln – lautstark um 3 Uhr nachts geübt) und Trennungsangst. Bleib bei deinen Ritualen; vermeide neue Einschlafhilfen, die du später wieder abgewöhnen müsstest. Die meisten Regressionen klingen nach 2–6 Wochen ab.
Sichere Schlafumgebung gemäß DGKJ und BZgA: Rückenlage zum Schlafen, feste, ebene Matratze, keine losen Decken oder Polster, keine Nestchen, kein Beistellschläfer mit Erwachsenenbettniveau. Das Gitterbett auf die unterste Stufe senken, sobald dein Baby sich aufsetzen kann.
Ernährung mit 7 Monaten
Mit 7 Monaten essen die meisten Babys zwei Breimahlzeiten pro Tag zusätzlich zum Stillen oder zur Flasche. Muttermilch oder Säuglingsnahrung bleibt bis zum 12. Monat die Hauptnahrungsquelle; Beikost dient der Entwicklung von Fähigkeiten, der Geschmacksgewöhnung und der Eisenversorgung – nicht dem Ersetzen von Milchmahlzeiten.
Eisen ist diesen Monat der wichtigste Nährstoff. Die körpereigenen Eisenreserven aus der Geburt nehmen ab dem 6. Monat ab, und Muttermilch allein deckt den Eisenbedarf nicht mehr. DGKJ und BZgA empfehlen eisenreiche Lebensmittel bei jeder Mahlzeit: Fleischbrei (z. B. Rinderhackfleisch oder Geflügel), Hülsenfrüchte, Tofu und grünes Gemüse. Der klassische Mittagsbrei nach BZgA enthält Fleisch, Gemüse und Kartoffeln/Getreide.
Beikostplan nach BZgA/DGKJ: Ab dem 6. Monat (spätestens mit 7 Monaten) drei Breimahlzeiten: Mittags Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, nachmittags Milch-Getreide-Brei, abends Getreide-Obst-Brei. Diese Reihenfolge ist eine Empfehlung, keine Pflicht – das Wichtigste ist ein breites Angebot verschiedener Geschmäcker und Texturen.
Allergene einführen: Die aktuelle DGKJ-Empfehlung rät, häufige Allergene (Erdnuss in geeigneter Form, Ei, Kuhmilchprodukte, Weizen, Fisch) nicht aktiv zu meiden, sondern ab dem 6. Monat in altersgerechten Formen einzuführen, um das Allergierisiko zu senken. Immer eines nach dem anderen einführen und auf Reaktionen achten.
Vermeiden: Honig (Botulismusrisiko unter 12 Monaten), ganze Kuhmilch als Getränk (unter 12 Monaten), Salz und Zucker, Fruchtssäfte (BZgA), Erstickungsgefahren (ganze Weintrauben, Nüsse, Popcorn).
Spielen und Aktivitäten
Das Spielen mit 7 Monaten dreht sich ums Sitzen, Mobilität, Feinmotorik und die frühen Phasen der Objektpermanenz.
- Becher und Behälter: Stapelbecher, Gegenstände in Schalen legen und herausnehmen, Dosen leeren – das fördert räumliches Denken und Griffkontrolle.
- Kuckuck: Dein Gesicht mit den Händen bedecken und wieder zeigen – das trainiert direkt die entstehende Objektpermanenz und führt fast immer zu Lachen.
- Versteckspiele: Ein Lieblingsspielzeug halb unter einem kleinen Tuch verstecken und das Baby suchen lassen.
- Texturerkundung: Schatzkörbe mit Holzlöffeln, Seidentüchern, weichen Bürsten und Knisterpapier.
- Lieder mit Bewegung: "Hoppe, hoppe Reiter", "Backe, backe Kuchen", "Zeigt her eure Füßchen" – Sprache, Rhythmus und beidseitige Bewegung vereint.
- Bauchlage mit Ziel: Ein Lieblingsspielzeug etwas außer Reichweite legen, um Robben, Drehen oder erste Krabbelversuche zu motivieren.
- Spiegelspiele: Boden-Spiegel üben ungebrochen Faszination aus und fördern das Aufstützen und Greifen.
Bildschirmzeit unter 18 Monaten wird von der DGKJ und der AAP nicht empfohlen, außer für gelegentliche Videoanrufe mit der Familie.
Gesundheit und Sicherheit
U5 – Vorsorgeuntersuchung (6.–7. Lebensmonat): Die U5 findet üblicherweise zwischen dem 6. und 7. Monat statt. Dein Kinderarzt oder deine Kinderärztin untersucht Wachstum, Motorik, Sprach- und Sozialentwicklung, Hör- und Sehvermögen sowie die Ernährungssituation. Es ist ein guter Zeitpunkt, Fragen zur Beikost, zum Schlaf und zu Entwicklungsmeilensteinen zu besprechen.
STIKO-Impfkalender: Mit 7 Monaten gibt es keinen eigenen regulären Impftermin, aber falls Impfungen aus früheren Monaten fehlen, können sie jetzt nachgeholt werden. Die nächste Routineuntersuchung ist die U6 (10.–12. Lebensmonat). Influenza-Impfung für Risikopatienten ab 6 Monaten ist in der Grippezeit sinnvoll – dein Kinderarzt berät dich individuell.
Sicherheitsprioritäten in diesem Alter:
- Kindersicherung konsequent umsetzen: Wenn noch kein Krabbeln begonnen hat, kommt es in den nächsten 4–8 Wochen. Steckdosenschutz, Schranksicherungen, Kantenschutz, Treppengitter, gesicherte Möbel und TV-Geräte müssen jetzt eingebaut sein.
- Gitterbett auf unterste Stufe absenken: Sobald dein Baby sich aufsetzen oder hochziehen kann, muss die Matratze ganz unten sein.
- Erstickungsgefahren: Spielflächen täglich auf kleine Gegenstände, Knopfbatterien, Münzen und abgelöste Spielzeugteile kontrollieren. Alles, das durch eine Toilettenpapierrolle passt, ist ein Erstickungsrisiko.
- Sicherheit beim Essen: Immer beaufsichtigen, Baby aufrecht im Hochstuhl sitzen lassen und den Unterschied zwischen Würgen (normal, schützend) und Ersticken (lautlos, erfordert Eingreifen) kennen.
- Keine Lauflernwagen (Gehhilfen): Die DGKJ empfiehlt, sie zu vermeiden – sie verursachen Tausende Verletzungen pro Jahr und beschleunigen das Laufen nicht.
Häufige Sorgen und Warnsignale
Sprich mit deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin, wenn dein 7 Monate altes Baby:
- Auch mit Unterstützung nicht sitzen kann
- Sich beim Bauchlage-Training nicht auf gestreckten Armen abstützt
- Sich nicht in beide Richtungen dreht
- Nicht nach Gegenständen greift oder sie zum Mund führt
- Nicht auf Geräusche oder auf seinen Namen reagiert
- Nicht lautiert oder keine Konsonantenlaute macht
- Keine Zuneigung zu vertrauten Bezugspersonen zeigt
- Eine sehr angespannte oder sehr schlaffe Muskelspannung hat
- Schiellt oder die Augen nicht gemeinsam ausrichtet
- Bereits erlernte Fähigkeiten verloren hat
Bringe auch Schwierigkeiten beim Essen, häufiges Würgen oder Verschlucken, schlechte Gewichtszunahme, Hör- oder Sehbedenken sowie jedes anhaltende Bauchgefühl zur Sprache, dass etwas nicht stimmt. Eltern bemerken oft als Erste subtile Entwicklungsunterschiede. Frühzeitige Diagnostik führt laut AWMF-Frühförderrichtlinien zu besseren Entwicklungsergebnissen.
Tipps für Eltern
- Kindersicherung diesen Monat abschließen. Krabbeln kann jeden Tag beginnen. Geh auf Hände und Knie und suche aus Babyperspektive nach Gefahren.
- Eisenreiche Beikost priorisieren. Fleischbrei, Linsen und gut gekochte Bohnen sollten bei den meisten Mahlzeiten dabei sein. Vitamin-C-reiche Lebensmittel (Paprika, Beeren, Brokkoli) verbessern die Eisenaufnahme.
- Nicht gegen die Regression ankämpfen. Wenn der Schlaf diesen Monat schlechter wird, Ritual stabil halten. Die meisten Regressionen klingen nach 2–6 Wochen ab.
- Täglich vorlesen. Schon 5 Minuten formen den Wortschatz für Jahre.
- Deinen eigenen Schlaf schützen, wenn möglich. Ein übermüdeter Elternteil kann einer Regression nicht gelassen begegnen. Schichten aufteilen, Hilfe annehmen, unwichtige Dinge liegen lassen.
- Krippe oder Tagesmutter rechtzeitig anmelden. Solltest du eine Krippe oder Kindertagespflege planen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Wartelisten zu prüfen – die Plätze sind in vielen Städten knapp.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel sollte ein 7 Monate altes Baby wiegen?
Laut den Wachstumskurven der WHO liegt das Durchschnittsgewicht mit 7 Monaten bei etwa 7,6 kg bei Mädchen und 8,3 kg bei Jungen, mit einem gesunden Bereich von ungefähr 6,0–9,8 kg. Die Gewichtszunahme verlangsamt sich im Vergleich zum ersten Lebenshalbjahr – rechne jetzt mit etwa 85–140 g pro Woche. Viel wichtiger als ein Durchschnittswert ist, dass dein Baby seiner eigenen Wachstumskurve treu bleibt. Sprich deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin an, wenn die Kurve abflacht oder zwei Perzentillinien überschreitet.
Kann mein 7 Monate altes Baby frei sitzen?
Viele 7 Monate alte Babys können sich 30 Sekunden bis mehrere Minuten selbstständig aufrecht halten, obwohl einige noch eine Hand zur Stabilisierung brauchen. Die DGKJ (Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin) und die WHO ordnen freies Sitzen etwa um den 9. Monat als typischen Entwicklungsschritt ein – 7 Monate liegt also klar im normalen Lernfenster. Gute Kopfkontrolle, das Abstützen auf gestreckten Armen und ein kurzer Dreifußsitz sind positive Zeichen.
Wann fangen Babys an zu krabbeln?
Die meisten Babys beginnen zwischen dem 7. und 10. Monat mit einer Form des Krabbelns. Mit 7 Monaten siehst du häufig Vorläufer: Schaukeln auf Händen und Knien, Kreiseln auf dem Bauch, Rückwärtsschieben oder einen Bauchlauf (Robbeln). Manche Babys überspringen das klassische Krabbeln auf allen Vieren ganz und wechseln vom Gesäßrutschen oder Rollen direkt zum Hochziehen. All diese Muster sind normal, solange dein Baby in der Mobilität Fortschritte macht.
Wie viele Schläfchen braucht ein 7 Monate altes Baby?
Die meisten 7 Monate alten Babys schlafen 2 bis 3 Mal am Tag, insgesamt etwa 2,5–3,5 Stunden tagsüber, dazu 10–12 Stunden Nachtschlaf. Babys, die noch drei Schläfchen halten, haben meist ein kurzes Nachmittagsschläfchen. Der Wechsel von drei auf zwei Schläfchen findet typischerweise zwischen dem 7. und 9. Monat statt. Die Wachfenster verlängern sich auf etwa 2,5–3,5 Stunden, das längste liegt vor dem Zubettgehen.
Wie viel soll ein 7 Monate altes Baby essen?
Muttermilch oder Säuglingsnahrung bleibt die Hauptnahrungsquelle. Flaschenernährte Babys trinken in der Regel 180–240 ml pro Mahlzeit, 4–5 Mal täglich, also etwa 720–960 ml insgesamt. Gestillte Babys trinken alle 3–4 Stunden auf Bedarf. Beikost hat sich auf 2 Mahlzeiten täglich gesteigert – mit eisenreichen Lebensmitteln, weichem Obst und Gemüse, üblicherweise je 2–4 Esslöffel. Biete immer zuerst Milch an und dann Brei, da Milch noch die wichtigste Kalorienquelle ist. Laut DGKJ und BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) ist das Beikostfenster 4–6 Monate – mit 7 Monaten bist du mitten in der Eingewöhnungsphase.
Welche Impfungen bekommt mein Baby mit 7 Monaten?
Laut STIKO-Impfkalender (Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut) gibt es keinen regulären Impftermin mit exakt 7 Monaten. Die Grundimmunisierungen finden zu einem früheren Zeitpunkt statt. Die U5 (6.–7. Lebensmonat) ist die nächste reguläre Vorsorgeuntersuchung in diesem Zeitraum. Falls Impfungen aus dem 6. Monat nachgeholt werden müssen, kann das jetzt geschehen. Auch eine Influenza-Impfung ist ab dem 6. Monat in der Grippezeit empfohlen, wenn dein Baby bestimmte Risikofaktoren aufweist – sprich deinen Kinderarzt darauf an.
Beginnt die 8-Monats-Schlafregression schon mit 7 Monaten?
Ja, das ist möglich. Die sogenannte 8-Monats-Regression – manchmal auch 8/9/10-Monats-Regression genannt – beginnt häufig zwischen dem 7. und 10. Monat, wenn Objektpermanenz, Trennungsangst und motorische Meilensteine (Krabbeln, Hochziehen) zusammenfallen. Typische Zeichen: häufigeres Aufwachen nachts, kürzere Schläfchen, Einschlafwiderstand, Aufstehen im Gitterbett. Halte deine Schlafrituale stabil, ermögliche tagsüber viel Übungszeit für neue Fähigkeiten und vermeide neue Einschlafhilfen, die du später wieder abgewöhnen müsstest.
Kann mein 7 Monate altes Baby Fingerfood essen?
Die meisten Babys sind mit 7 Monaten noch nicht wirklich bereit für klassisches Fingerfood, da der Zangengriff (Daumen-Zeigefinger) typischerweise erst zwischen dem 8. und 10. Monat entsteht. Du kannst jedoch weiche, gut zerkochte, fingerförmige Stücke anbieten (gedünstete Karottenstäbchen, reife Bananenstücke, weiches Avocadofleisch), die dein Baby mit der flachen Hand nehmen kann. Immer beaufsichtigen, aufrechte Sitzposition sicherstellen und runde, harte oder klebrige Lebensmittel (ganze Weintrauben, Nüsse, Popcorn) vermeiden, die Erstickungsgefahr darstellen.
Wann sollte ich mir bei der Entwicklung meines 7 Monate alten Babys Sorgen machen?
Sprich mit deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin, wenn dein 7 Monate altes Baby nicht auf Geräusche reagiert, sich nicht in beide Richtungen dreht, sich beim Bauchlage-Training nicht auf gestreckten Armen abstützt, nicht nach Gegenständen greift, Gegenstände nicht zum Mund führt, nicht lächelt oder lautiert, keine Zuneigung zu vertrauten Bezugspersonen zeigt, eine sehr angespannte oder sehr schlaffe Muskelspannung hat oder bereits erlernte Fähigkeiten wieder verloren hat. Die DGKJ und die Frühförderrichtlinien der AWMF empfehlen eine Abklärung, wenn diese Zeichen vorliegen.
Darf mein 7 Monate altes Baby Wasser trinken?
Kleine Mengen Wasser (etwa 30–60 ml pro Tag) können ab dem 6. Monat in einer offenen Tasse oder Trinklernbecher zu den Mahlzeiten angeboten werden – vor allem zum Üben und um die Verdauung beim Beikoststart zu unterstützen. Muttermilch oder Säuglingsnahrung liefert weiterhin fast die gesamte Flüssigkeit. Säfte sollten im ersten Lebensjahr grundsätzlich vermieden werden (BZgA-Empfehlung), und Flaschenmilch darf niemals verdünnt werden – das kann gefährliche Elektrolytverschiebungen auslösen.
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