Schwangerschaft
33. Schwangerschaftswoche
In der 33. SSW ist dein Baby so groß wie eine Ananas. Erfahre alles über Immunsystemreifung, Erschöpfung, geschwollene Füße und wie du dich auf die Geburt vorbereitest.
Veröffentlicht:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGGG.
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Auf einen Blick
- Trimester: Drittes Trimester (SSW 28–40)
- Noch verbleibende Wochen: Etwa 7 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin
- Babygröße: Ananas – etwa 43 cm von Scheitel bis Ferse, rund 1,9 kg
- Wichtiger Meilenstein: Mütterliche Antikörper werden jetzt aktiv auf das Baby übertragen – deine Immunerinnerung wird zur ersten Abwehr deines Kindes
In der 33. SSW ist dein Baby kräftig, größtenteils ausgereift und legt Fett sowie Immunschutz an, die nach der Geburt das Leben unterstützen. Für dich verengt sich der Fokus auf Komfort, Schlaf, das Beobachten der Kindsbewegungen und praktische Geburtsvorbereitungen. Bis zum errechneten Termin sind es noch durchschnittlich 7 Wochen – aber sei vorbereitet, denn ein bedeutender Anteil der Babys kommt früher als erwartet.
Babys Entwicklung
Die 33. SSW wird von Immunsystementwicklung, Gehirnwachstum und Fetteinlagerung geprägt. Die meisten sichtbaren Veränderungen ab jetzt bereiten das Baby auf die Außenwelt vor.
- Immunsystem: Mütterliche Antikörper (IgG) überqueren die Plazenta in großen Mengen in den letzten 6–8 Wochen. Dieser passive Schutz bewahrt dein Baby in den ersten Lebensmonaten, bis das eigene Immunsystem reift. Deshalb sind Impfungen wie die Tdap- und Influenza-Impfung in der Schwangerschaft auch für das Neugeborene so schützend – die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die STIKO empfehlen sie ausdrücklich.
- Gehirn: Wächst weiter rasant. Das Gehirngewicht verdreifacht sich im dritten Trimester. Neuronale Verbindungen entstehen in außerordentlichem Tempo.
- Schädel: Die Knochen sind fest, aber noch flexibel und nicht verwachsen, damit der Kopf sich bei der Geburt formen kann.
- Haut: Weniger faltig und rosiger, wenn sich darunter Fett ansammelt. Die Vernix (fettige Schutzschicht) ist dick ausgeprägt.
- Augen: Die Pupillen verengen und weiten sich als Reaktion auf Licht. Das Baby verbringt etwa 90 % der Zeit mit geschlossenen Augen, öffnet sie aber im Wachzustand zunehmend.
- Lunge: Produziert Surfactant; die meisten in dieser Woche geborenen Babys atmen mit etwas Unterstützung selbstständig.
- Schlaf-Wach-Zyklen: Klarer erkennbar. Du bemerkst vielleicht, dass das Baby besonders abends aktiv ist, wenn du dich zur Ruhe begibst.
- Koordination: Bewegungen sind zielgerichtet – das Baby greift nach der Nabelschnur, nuckelt am Daumen und reagiert auf Berührung durch die Bauchdecke.
Dein Körper & Symptome
Bis zur 33. SSW liegt der Fundus etwa 13 cm oberhalb deines Nabels. Die kombinierten Anforderungen, ein fast 2 kg schweres Baby plus Plazenta, Fruchtwasser und erhöhtes Blutvolumen zu tragen, bedeuten, dass Erschöpfung und Beschwerden ihren Höhepunkt erreichen.
- Wassereinlagerungen (Ödeme): Besonders am Ende des Tages an Füßen und Knöcheln.
- Becken- und Schambeinsymphysenschmerzen: Durch gelockerte Bänder und das Gewicht des Babys.
- Atemnot: Bis das Baby ins Becken tritt.
- Kreuzschmerzen: Durch Haltungsveränderung und Banderschlaffung.
- Schlafprobleme: Häufiges Wasserlassen, Unwohlsein, lebhafte Träume.
- Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden: Oft zunehmend.
- Hämorrhoiden: Durch Venendruck im Becken und Verstopfung.
- Stärkere Braxton-Hicks-Wehen: Vorübungswehen können sich zeitweise intensiv anfühlen.
- Vergesslichkeit: Anhaltend hormonell und schlafbedingt.
- Verstärkter Vaginalausfluss: Klar oder milchig-weiß ist normal; jede Verfärbung, Geruch, Blut oder wässriger Ausfluss sollte gemeldet werden.
- Kolostrum-Ausfluss: Häufig in dieser Phase.
- Karpaltunnelsymptome: Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern.
Ernährung
Dein Baby nimmt jetzt rund 225 Gramm pro Woche zu, großteils als Fett. Dein Nährstoffbedarf bleibt hoch, mit besonderem Schwerpunkt auf Eisen, Kalzium, Omega-3-DHA und Protein.
Bevorzuge:
- Eisen (27 mg/Tag): Rotes Fleisch, Linsen, Hülsenfrüchte, angereicherte Getreideflocken, dunkles Blattgemüse; kombiniere mit Vitamin C.
- Kalzium (1000 mg/Tag): Milchprodukte, angereicherte Pflanzenmilch, Tofu, Sardinen, Brokkoli.
- DHA (200–300 mg/Tag): Lachs, Sardinen, Sardellen; für Vegetarierinnen: Algenpräparate.
- Protein (75 g/Tag): Eier, Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte, Milchprodukte.
- Cholin (450 mg/Tag): Eier, mageres Fleisch – kritisch für die Gehirnentwicklung des Babys.
- Ballaststoffe: Vollkornprodukte, Obst, Gemüse – helfen gegen Verstopfung und Hämorrhoiden.
- Flüssigkeit: 1,5–2 Liter Wasser; kann Ödeme, Verstopfung und die Häufigkeit von Braxton-Hicks-Wehen reduzieren.
Meide: Rohes oder nicht vollständig gegartes Fleisch, Fisch und Eier; nicht pasteurisierte Milchprodukte; Aufschnitt (außer erhitzt bis dampfend heiß); Fisch mit hohem Quecksilbergehalt; Alkohol vollständig; Koffein über 200 mg/Tag; Kräutertees ohne Freigabe.
Bewegung
Die meisten Bewegungsformen bleiben ohne Komplikationen sicher und vorteilhaft. In der 33. SSW verlagert sich der Schwerpunkt etwas auf die Geburtsvorbereitung und den Erhalt der Mobilität.
Geeignete Aktivitäten: Spazierengehen, Schwangerschaftsyoga (besonders hüftöffnende Übungen), Schwimmen, Wassergymnastik, Hometrainer, Beckenbodentraining, Katzenbuckel, unterstützte Kniebeugen und Zeit auf dem Pezziball (Sitzen, sanftes Hüpfen, Hüftkreise). Tägliche Beckenbodenübungen (Kegel) bleiben wichtig. Dammmassage ab der 34. SSW kann mit der Hebamme besprochen werden – sie zeigt dir die richtige Technik.
Meide: Kontaktsportarten, Aktivitäten mit Sturzrisiko, Tauchen, Hot Yoga oder Sauna, Übungen lange in Rückenlage, tiefe Drehungen, Sprünge und alles, was scharfe Becken- oder Rückenschmerzen auslöst. Brich das Training ab und kontaktiere deine Hebamme oder Gynäkologin bei Brustschmerzen, starker Atemnot im Ruhezustand, Schwindel, Blutungen, Fruchtwasserverlust oder regelmäßigen Wehen.
Mentale Gesundheit
In der 33. SSW existieren Vorfreude, Geburtsangst und Ungeduld oft gleichzeitig. Die Realität, dass bald ein Baby in deinen Armen liegt, ist greifbar. Fragmentierter Schlaf, körperliches Unwohlsein und eine ungewisse Zukunft – all das sind berechtigte Gründe für emotionale Intensität.
Was hilft:
- Geburtsvorbereitungskurs abschließen – Wissen reduziert Geburtsangst unmittelbar
- Atem-, Visualisierungs- oder Hypnobirthing-Techniken üben
- Mit dem Partner über den Wochenbettplan sprechen: Schlafrhythmus, Haushaltsaufteilung, Besucherregelungen
- Das eigene Unterstützungsnetzwerk für die Zeit nach der Geburt identifizieren: Wer kommt wann, wer kocht, wer springt ein?
- Dramatische Geburtsinhalte in sozialen Medien bewusst meiden; informative statt angstbasierte Quellen wählen
- Offen mit der Hebamme oder Gynäkologin über Geburtsängste sprechen – viele lassen sich durch Informationen oder einen Geburtsplan entschärfen
Wenn Angst, Traurigkeit oder aufdringliche Gedanken anhalten oder zunehmen, wende dich an deine Hebamme, Gynäkologin oder eine psychologische Fachkraft. Peripartale psychische Erkrankungen sind behandelbar, und frühzeitige Hilfe schützt auch die Erholung nach der Geburt. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen psychotherapeutische Behandlung bei entsprechender Indikation.
Wann zum Arzt
Melde dich noch am selben Tag bei deiner Hebamme oder Gynäkologin (bei Bedarf direkt im Kreißsaal vorstellen) bei:
- Abnehmenden Kindsbewegungen – weniger als 10 Bewegungen in 2 Stunden nach Essen und Hinlegen auf die linke Seite
- Regelmäßigen Wehen vor der 37. SSW (4 oder mehr in 20 Minuten) – mögliche Frühgeburt
- Wellenförmigen Kreuzschmerzen
- Fruchtwasserverlust aus der Scheide (möglicher Blasensprung)
- Vaginaler Blutung oder blutiger Schleimabgang vor der 37. SSW
- Starken Kopfschmerzen, die auf Ruhe und Flüssigkeit nicht ansprechen
- Sehveränderungen – Verschwommenheit, Flimmern oder Lichtblitze (Präeklampsie-Zeichen)
- Plötzlicher Schwellung von Gesicht oder Händen oder Schwellung nur eines Beins
- Schmerzen im rechten Oberbauch (Präeklampsie-Zeichen)
- Starkem, weitverbreitetem Juckreiz besonders an Handflächen und Fußsohlen (mögliche Schwangerschaftscholestase)
- Fieber über 38 °C
- Schmerzen beim Wasserlassen
Diese Symptome können auf Frühgeburt, Präeklampsie, Infektion, Cholestase oder andere Zustände hinweisen, bei denen eine frühzeitige Abklärung entscheidend ist. In der 33. SSW geborene Babys (spät-mäßig Frühgeborene) kommen in der Regel mit kurzer NICU-Unterstützung gut zurecht.
Tests & Untersuchungen
Ein typischer Termin in der 33. SSW umfasst:
- Blutdruckkontrolle
- Urinuntersuchung auf Eiweiß und Zucker
- Gewichtskontrolle
- Symphysen-Fundus-Distanz
- Herzfrequenz des Babys (Doppler)
- Beurteilung der Kindslage durch Bauchpalpation
- Besprechung der Kindsbewegungen
- Gespräch über Geburtszeichen, Geburtsplan und Krankenhaustasche
- Eventuell Blutbild (Hämoglobin, Infektionsscreening), wenn noch nicht erfolgt
Der B-Streptokokken-Test (GBS) ist für die 35.–37. SSW vorgesehen. Ab der 36. SSW findet in der Regel wöchentliche Vorsorge statt. Bei Risikofaktoren (Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Wachstumsauffälligkeiten) kommen CTG und Wachstumsultraschall hinzu. Alle Befunde werden im Mutterpass festgehalten.
Tipps
- Packe jetzt die Krankenhaustasche. Stelle sie an die Tür oder ins Auto. Inhalt: Mutterpass, Krankenversicherungskarte, Personalausweis, bequeme Kleidung für dich und das Baby, Ladekabel, Snacks, Stilleinlagen, Wochenbetteinlagen.
- Baue den Kindersitz ein. Lass ihn von einer zertifizierten Stelle prüfen – viele ADAC-Stellen und Autohäuser bieten das kostenlos an.
- Kläre die Betreuung älterer Geschwister oder Haustiere. Wer ist verfügbar, wenn die Wehen beginnen?
- Erstelle deinen Geburtsplan. Halte schriftlich fest, was dir bei der Geburt wichtig ist – und was flexibel ist. Besprich ihn mit deiner Hebamme und der Klinik.
- Lege Wochenbettvorräte an. Einlagen (Normal- und Nachgröße), Sitzbad, Peri-Flasche, bequeme Unterwäsche, Still-BH, Stilleinlagen – und, falls du stillst, die Kontaktdaten einer IBCLC-Stillberaterin.
Vorbereitung
In den nächsten 3–4 Wochen kommst du in die Phase "es kann jederzeit losgehen". Auch wenn die meisten Erstgebärenden nach dem errechneten Termin gebären, solltest du spätestens ab der 36. SSW bereit sein. Denke an:
- Voranmeldung in der Geburtsklinik (falls angeboten)
- Mehrere Wege zum Krankenhaus kennen und den Eingang für Nachtankünfte wissen
- Wochenbettunterstützung organisieren: Elternzeit des Partners (Elternzeit kann auch der Partner nehmen – frühzeitig beim Arbeitgeber beantragen), Familienbesuche, Essenslieferkette, Wochenbetthebamme
- Die ersten 2 Wochen zu Hause planen – wenige Besucher, einfache Mahlzeiten, viel Haut-zu-Haut-Kontakt
- Kinderärztin oder Kinderarzt bestätigen und den ersten U2-Termin (3.–10. Lebenstag) vormerken
- Über postpartale psychische Gesundheit nachdenken – welche Frühwarnsignale und wer als erste Anlaufstelle
- Babyfotos vor der Geburt machen, wenn du möchtest
Häufige Fragen
Warum sind meine Füße in der 33. SSW so geschwollen?
Leichte Schwellungen (Ödeme) an Füßen, Knöcheln und Händen sind im dritten Trimester normal. Dein Blutvolumen ist um rund 50 % erhöht, der wachsende Uterus drückt auf die Venen, die Blut aus den Beinen zurückführen, und die Schwerkraft erledigt den Rest. Hilfreiche Maßnahmen: Beine hochlegen, auf der linken Seite schlafen, viel trinken (das reduziert tatsächlich die Flüssigkeitseinlagerung) und lange Stehphasen meiden. Melde dich bei deiner Gynäkologin oder Hebamme bei plötzlicher Schwellung von Gesicht oder Händen, Schwellung nur eines Beins oder Schwellungen zusammen mit Kopfschmerzen oder Sehveränderungen – das können Zeichen einer Präeklampsie oder Thrombose sein.
Kann sich das Baby in der 33. SSW noch drehen?
Ja, aber das Zeitfenster wird kleiner. Etwa 90 % der Babys liegen bis zur 36. SSW mit dem Kopf nach unten. Liegt dein Baby in der 33. SSW noch in Steißlage, können deine Hebamme oder Gynäkologin Umlagerungstechniken empfehlen (Vorwärtsbeugung, Webster-Chiropraktik, Schwimmen) oder eine äußere Wendung (ECV) um die 36.–37. SSW einplanen, falls nötig. Viele Babys drehen sich noch von selbst in den nächsten Wochen.
Ist gesteigerter Erschöpfung in der 33. SSW normal?
Ja. Die Erschöpfung im dritten Trimester ist vergleichbar mit der im ersten Trimester, hat aber andere Ursachen: unterbrochener Schlaf, der Stoffwechselaufwand für ein fast ausgewachsenes Baby, mögliche Anämie und die körperliche Arbeit, das Mehrgewicht zu tragen. Ruhe ist jetzt Medizin. Mache wenn möglich Nickerchen, iss proteinreich und eisenreich, und bitte deine Gynäkologin, deinen Hämoglobinwert zu kontrollieren, wenn die Erschöpfung unverhältnismäßig erscheint.
Wie groß ist das Baby in der 33. SSW?
In der 33. SSW ist dein Baby in etwa so groß wie eine Ananas – rund 43 cm von Scheitel bis Ferse und etwa 1,9 kg schwer. Es nimmt jetzt rund 225 Gramm pro Woche zu und bekommt langsam runde Wangen und Fettpolster unter der Haut.
Wie unterscheide ich in der 33. SSW Braxton-Hicks von echten Wehen?
Braxton-Hicks-Wehen sind unregelmäßig, werden nicht stärker oder häufiger, lassen oft mit Flüssigkeit, Ruhe oder einem Lagewechsel nach und fühlen sich an wie ein Verhärten des gesamten Bauches. Echte Wehen kommen regelmäßig (z.B. alle 5–10 Minuten), werden zunehmend stärker und länger und hören mit Ruhe nicht auf. In der 33. SSW sollte jedes regelmäßige Wehenmuster – besonders 4 Wehen in 20 Minuten – sofort deiner Hebamme oder Gynäkologin gemeldet werden, da es auf eine Frühgeburt hindeuten kann.
Darf ich in der 33. SSW noch fliegen?
Die meisten Fluggesellschaften erlauben unkomplizierte Schwangerschaften bis zur 36. SSW zu fliegen, manche setzen die Grenze früher. Prüfe immer die Richtlinien deiner Airline und führe den Mutterpass mit. Stehe bei langen Flügen jede Stunde auf, mache Knöchelübungen, trinke Wasser und trage Kompressionsstrümpfe. Nicht fliegen bei Präeklampsie, Frühgeburtsrisiko, Mehrlingen, Placenta praevia oder anderen Komplikationen – immer zuerst mit der Gynäkologin besprechen.
Wann sollte ich mir Sorgen machen, wenn das Baby sich weniger bewegt?
Ab der 28. SSW solltest du täglich auf die Kindsbewegungen achten. Die DGGG empfiehlt, bis zu 10 Bewegungen (Tritte, Rollen, Stöße) zu zählen – das passiert in der Regel innerhalb von 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Essen im Liegen auf der linken Seite. Jede deutliche, anhaltende Abnahme der gewohnten Bewegungen deines Babys – oder weniger als 10 Bewegungen in 2 Stunden nach Essen und Ausruhen – erfordert eine sofortige Kontaktaufnahme mit deiner Hebamme oder Gynäkologin. Warte nicht ab und versuche nicht, das Baby durch Koffein oder Zucker zu aktivieren, bevor du anrufst.
Warum habe ich in der 33. SSW so lebhafte oder beängstigende Träume?
Lebhafte Träume sind in der Schwangerschaft sehr häufig und werden im dritten Trimester intensiver. Die wahrscheinlichen Ursachen sind hormonelle Veränderungen, fragmentierter Schlaf (mehr Zeit im REM-Schlaf durch häufiges Aufwachen) und die Verarbeitung bedeutender Lebensveränderungen durch das Gehirn. Beängstigende oder beunruhigende Träume rund um Geburt und Baby sind häufig und kein Vorzeichen für reale Ereignisse. Wenn Träume stark belasten oder die Tagesstimmung beeinträchtigen, sprich deine Hebamme oder Gynäkologin an.
Was kann ich in der 33. SSW zur Vorbereitung auf das Stillen tun?
Eine gute Vorbereitung zahlt sich aus. Erwäge einen Stillvorbereitungskurs (oft zusammen mit dem Geburtsvorbereitungskurs angeboten – gesetzliche Krankenkassen übernehmen einen Kurs), suche dir eine Stillberaterin (IBCLC) in deiner Nähe für den Fall, dass du nach der Geburt Unterstützung brauchst, informiere dich über Hunger- und Sättigungssignale des Neugeborenen sowie einen guten Anlegestil und besprich deine Stillziele mit deiner Hebamme. Die Brustwarzen müssen nicht speziell vorbereitet oder abgehärtet werden – aktuelle Leitlinien raten davon ab.
Warum sind meine Beckenschmerzen diese Woche stärker?
Wenn das Baby wächst und das Hormon Relaxin die Beckenbänder lockert, werden die Beckengelenke instabiler. Schmerzen an der Schambeinfuge (Symphysenlockerung) und am Iliosakralgelenk (unterer Rücken/Gesäß) sind häufig. Hilfreiche Maßnahmen: asymmetrische Bewegungen vermeiden (Hose nicht im Einbeinstand anziehen), Kissen zwischen den Knien beim Schlafen, Beckenbodentraining, Schwangerschaftsgürtel und Schwangerschaftsphysiotherapie. Bei starken Schmerzen, die das Gehen einschränken, verdient eine Überweisung zur Physiotherapie – viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen diese Leistung in der Schwangerschaft.
Welche Untersuchungen finden in der 33. SSW statt?
Ein Routinetermin in der 33. SSW umfasst Blutdruckkontrolle, Gewicht, Urinuntersuchung, Symphysen-Fundus-Distanz und Herzfrequenz des Babys. Manche Gynäkologinnen überprüfen in dieser Phase noch einmal das Blutbild (Hämoglobin auf Anämie, eventuell Infektionsscreening). Der B-Streptokokken-Test (GBS) wird typischerweise in der 35.–37. SSW durchgeführt. Bei Risikofaktoren können ein CTG (Kardiotokographie) oder ein Ultraschall zur Wachstumskontrolle ergänzt werden. Alle Befunde werden im Mutterpass dokumentiert.
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