Schlaf

Schlafregression 6 Monate: Warum Ihr Baby nachts wieder aufwacht und was hilft

Baby schläft mit 6 Monaten schlecht oder wacht nachts ständig auf? Was Eltern „Schlafregression“ nennen, welche Entwicklungsschritte dazu passen und was helfen kann.

Geprüft von: Whispie-Redaktionsteam Evidenzbasierte Elternforschung

Veröffentlicht:

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.

Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGKJ und kindergesundheit-info.de.

So recherchieren und prüfen wir →

Zeitumstellung am 25. Oktober: So stellen Sie den Babyschlaf in 4 Tagen um →

Was ist die Schlafregression mit 6 Monaten?

„Schlafregression“ ist kein medizinischer Fachbegriff und keine Diagnose. Eltern nennen so eine Phase, in der ein Baby, das bis dahin einigermaßen schlief, plötzlich öfter nachts aufwacht, schlechter einschläft oder Nickerchen verweigert. Für diesen Artikel haben wir die Informationen der AAP (HealthyChildren.org), des NHS, der CDC und des BIÖG (kindergesundheit-info.de) durchgesehen. Keine dieser Stellen beschreibt eine „Schlafregression mit 6 Monaten“ mit festem Beginn oder fester Dauer. Deshalb finden Sie hier keine Wochenangabe, sondern das, was die Quellen zu diesem Alter tatsächlich sagen.

Warum schläft mein Baby mit 6 Monaten schlecht?

Mit etwa sechs Monaten verändert sich vieles auf einmal. Diese Punkte nennen die Quellen:

Dass das alles ungefähr in dieselbe Zeit fällt, erklärt, warum viele Eltern in diesem Alter einen Knick im Schlaf beschreiben. Ein belegter, einheitlicher Auslöser ist es nicht.

Mein Baby wacht mit 6 Monaten nachts ständig auf – ist das normal?

Nächtliches Aufwachen gehört zum Babyschlaf. Das BIÖG schreibt, dass ein mindestens einmaliges nächtliches Aufwachen bis zum sechsten Lebensmonat „durchaus normal“ ist und dass ein Kind nachts eine oder mehrere Mahlzeiten benötigen kann. Das NHS-Merkblatt für 6 bis 12 Monate hält fest, dass Babys in diesem Alter noch zum Trinken nachts aufwachen können. Das BIÖG nennt als Orientierung, dass die meisten Babys bis zum Ende des ersten Lebensjahres sechs bis acht Stunden am Stück schlafen können.

Eine einzelne schlechte Nacht ist noch keine „Regression“. Aufmerksam werden Sie eher, wenn sich der Schlaf über mehrere Tage spürbar verändert und auch Stimmung oder Tagesablauf betrifft.

Wie lange dauert die Schlafregression mit 6 Monaten?

Eine belastbare Zahl gibt es nicht, in den von uns geprüften Quellen steht keine. Für Wachstumsschübe, Zahnen und neue Fähigkeiten nennen sie ebenfalls keine Dauer. Solche Phasen sind in der Regel vorübergehend. Bleibt der Schlaf über längere Zeit schlecht oder machen Sie sich Sorgen, sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt, statt auf ein Datum zu warten.

Baby schläft schlecht: Was Sie zuerst prüfen können

Bevor Sie von einer Schlafregression ausgehen, lohnt ein Blick auf die einfachen Ursachen, die die Quellen nennen:

Finden Sie hier nichts und bleibt der Schlaf über mehrere Tage schlechter, ist das Gespräch mit Ihrer Kinderarztpraxis der nächste Schritt.

Was hilft bei der Schlafregression mit 6 Monaten?

Wie in jedem Alter gilt für den Schlaf: auf dem Rücken, auf einer ebenen Fläche, im eigenen Schlafplatz des Babys (BIÖG).

Wann sollte ich mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt sprechen?

Sprechen Sie mit Ihrer Kinderarztpraxis, wenn Sie sich Sorgen machen. Konkrete Anlässe aus den Quellen:

Die Nachbarphasen

Mehr zum Vorher und Nachher: Schlafregression mit 4 Monaten und Schlafregression mit 8 Monaten. Einen Überblick über alle Altersstufen bietet unser Ratgeber zur Schlafregression.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Schlafregression mit 6 Monaten eine Krankheit?

Nein. „Schlafregression“ ist kein medizinischer Fachbegriff und keine Diagnose, sondern ein Wort, das Eltern für eine Phase verwenden, in der ein Baby plötzlich schlechter schläft als zuvor. Hinter dem Wort steckt kein einheitliches, belegtes Krankheitsbild.

Sollte mein Baby mit 6 Monaten schon durchschlafen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Das BIÖG schreibt, dass sich bis etwa zum sechsten Lebensmonat eine zusammenhängende Schlafdauer von sechs Stunden herausbildet und dass die meisten Babys bis zum Ende des ersten Lebensjahres sechs bis acht Stunden am Stück schlafen können. Der NHS nennt, dass manche Babys mit etwa 6 Monaten bis zu 12 Stunden nachts schlafen, aber nicht alle.

Schläft mein Baby besser, wenn es mit 6 Monaten Beikost bekommt?

Nicht zwingend. Ein Merkblatt des NHS (Wirral Community Health and Care) hält fest, dass die Einführung von Beikost eine aufregende Zeit ist, aber nicht automatisch bedeutet, dass das Baby anfängt durchzuschlafen.

Whispie

Schlafvorhersage, die Ihr eigenes Baby kennenlernt, Mahlzeiten- und Wachstumsverlauf, Impferinnerungen und Schwangerschaft Woche für Woche — von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter.

Auch von Whispie

Wöchentliche Eltern-Tipps, kein Spam

Wissenschaftlich fundierte Tipps für die Phase Ihres Kindes — direkt in Ihr Postfach.